Liebe Mitseglerinnen und Mitsegler,
Am 19.3.2026 ab 18:30 findet unser nächster Vereinsabend statt
Sabina und peter Fehringer erzählen von ihrer letztjährigen Reise von Wien, die Donau hinab bis Griechenland
“Den Rest erledigen wir unterwegs”

2021 brachten wir unseren Pocketkatamaran Squib von Griechenland über´s Mittelmeer und das europäische Wasserstraßennetz nach Wien. Wir starteten einen Refit, der fast vier Jahre dauerte, drei Jahre mehr als ursprünglich geplant. Anfang 2025 setzten wir unseren Abfahrtstermin auf das erste Augustwochenende fest, bis dahin sollte unser Boot auf alle Fälle fertig sein. Nun, der Zeitpunkt rückte unerbittlich näher, Sabina macht Abstriche beim Begriff “fertig” und mit fast zwei Wochen Verspätung ging es Mitte August 2025 endlich los. Bereits am zweiten Tag liefen wir das erste Mal auf Grund, in Belgrad bewährten sich die fix im neuen Dach integrierten Haltepunkt für den Kettenzug, um selber den Motor ausbauen zu können, damit die Wasserpumpe getauscht, und das mit Wasser vermischte Öl komplett gewechselt werden konnte. Durch das landschaftlich wunderschöne eiserne Tor und den zwei Gigantschleusen Djerdap 1+2 gelangten wir auf die Tieflanddonau, die ungezähmt mit zahlreichen Inseln und Seitenarmen dem schwarzen Meer zustrebt. Zwischendurch komplettierten wir unser Schiff immer weiter, nach mehreren Anläufen fanden wir dann in Tulcea endlich Hilfe zum Maststellen. Durch das große Delta erreichten wir Sfantu Gheorge, den letzten Donauhafen auf unserer Reise
Zwei Tage später war es dann soweit, mit mulmigem Gefühl tasteten wir uns durch die Untiefen der Mündung auf´s offene Meer. Die Segel wurden endlich wieder gesetzt, Squib war wieder ein Segelschiff!
Doch die Zeit drängte, vier Tage später erreichten wir bereits die Einfahrt zum Bosporus, durch das Marmarameer und die Dardanellen erreichten wir endlich unser angestammtes Segelrevier Griechenland.
Die letzten 300 Seemeilen hatten wir quasi ein Heimspiel, konnten ein paar unserer persönlichen Highlights nochm als erleben bis wir Anfang Oktober den Großraum Athen erreichten. Sabina musste nach Hause fliegen, ihr Urlaub war zu Ende, als Einhandsegler passierte ich den Kanal von Korinth und erreichte ein paar Tage später glücklich Messolonghi, den Winterlagerplatz von Squib, wo sie schon sehnsüchtig auf uns wartet, damit wir vor der nächsten Saison den “Rest” entgültig erledigen.
GH “Zum weißen Rössel”, Josef Wolfikstraße 36, 2000 Stockerau
Gäste sind herzlich willkommen