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Veranstaltung

Alles begann damit, dass wir im heurigen Jahr mit 7 Crewmitgliedern antreten (d.s. Skipper Markus Schöbinger, Co-Skipper Walter König, Andi Gamsjäger, Franz Höller, Christa Krauk, Renate Schöbinger, Ernst Habusta). Das alleine schon widersprach all den guten Gewohnheiten der letzten Jahre. Wir waren traditionell eine 6er-Crew und haben nichts Anderes als Zuwachs bekommen – das soll auch für abergläubische Menschen beruhigend genug sein. Eine Magie der Zahl 7 liest man bestenfalls, sollte aber uns bodenständige Menschen nicht aus der Balance bringen – mit diesem Argument versuchen wir mal, die erste Unregelmäßigkeit zu neutralisieren.

 Am Tag der Ankunft in der Marina Alimos erlosen wir dann in entspannter Atmosphäre bei Ouzo und Snacks unser Schiff namens „Aida“. Die Schiffsverlosung haben wir sehr gut gefunden – zeigt Objektivität, schafft Transparenz und ist eine gute Gelegenheit, Erinnerungen aufzufrischen, sich kennenzulernen und zu plaudern (Kompliment an die Ideenlieferanten). Spätestens aber jetzt sind wir fern unserer Mitte. Eine „Aida“… – geht´s noch? – der Schock ist uns ins Gesicht geschrieben und wir hören und sehen in unseren Gedanken schon das milde Lächeln unserer Mitbewerber ob unseres „Luxus-Kreuzfahrtschiffs“. In der Folge merken wir allerdings, dass unsere Aida ein durchaus braves Schiff und gut gewartet ist. (Großes Kompliment ist zu diesem Thema Ionian Yachting zu machen. Wir würden auch gerne unseren Handover-Agent Alexis erwähnen, der uns bei der Übernahme/Übergabe kompetent informiert und unterstützt hat über gutes Personal zu verfügen ist ein Privileg).

The Race is on – und es geht los. Wir nehmen uns vor, unsere segel-philosophischen Diskussionen über Bord zu werfen und wollen als Kollektiv sauberes, konzentriertes, seglerisches Handwerk leisten.

Mit diesem sehr traditionellen Zugang erreichen wir in 4 Wettfahrten drei Siege und einen 3. Rang. Unter Berücksichtigung des Streichresultats bleiben 3 erste Plätze und damit ergibt sich der Klassen- und Cup-Sieg.

 Wir sahen ein Teilnehmerfeld, das sich geschlossen auf hohem Niveau befindet und hohe seglerische Kompetenz ausstrahlt. Wir haben gelernt, dass die Summe an Kleinigkeiten, ein harmonisches Team und Disziplin zum Erfolg führen – zu alledem ist dann nur noch eine Portion Glück und ein ordentliches Schiff wichtig.

 Wir sind sehr dankbar, dass wir um den Cup-Sieg mitkämpfen durften.

 Wir haben eine Regattaleitung erlebt, die es seit nunmehr 20 Jahren überzeugend schafft, einen fairen und sportlichen Wettkampf sicherzustellen, die Gesamtveranstaltung minutiös und detailliert zu planen und zu organisieren – Gratulation und Kompliment an Gerhard Nestinger, der die Veranstaltung mit seiner Erfahrung, seiner Kompetenz und Herzblut leitet, und sein Team.

 Wir haben auch die Fairness und Wertschätzung des Vorjahressiegers erlebt, der gemeinsam mit seiner Crew die Siegertrophäe mit allen Ehren übergeben hat – ein würdevoller Akt, der uns sehr berührt hat.

Wir haben uns auch sehr über die liebenswürdigen Gratulanten gefreut, die uns bald nach dem Zieleinlauf besucht haben.

Mit all diesen Emotionen und schönen Erinnerungen im Kopf blicken wir auf die Titelverteidigung im kommenden Jahr, hoffentlich mit ähnlich guten Bedingungen und Voraussetzungen wie wir sie 2018 erlebten.

 Ob Kreuzfahrtschiff oder nicht – wir werden 2019 unseren Titel verteidigen, zu siebent und sehr hungrig.

 Ernst Habusta namens des Teams „Aida“